Umwelt- bzw. Naturschutz ein teurer Spaß?

Immer wieder werden wir aufgefordert, für den Umwelt-, Natur- und Tierschutz zu spenden. Aber zahlen wir dann nicht doppelt?

Zum einen in Form von Spenden und zum anderen auch privat durch Gesetze und Co., die gewisse Zahlungen erfordern, wie beispielsweise bei der Müllentsorgung?

Die Spendengelder werden in der Regel anders verteilt, als man dies als Privatperson erkennen mag. Zum einen werden Wälder wieder hergestellt, wie beispielsweise mit Spenden für den Regenwald, zum anderen werden Naturschutzgebiete gegründet, die entsprechend finanziert werden müssen und so weiter. Diese Zahlungen sind freiwillig und nur an diejenigen gerichtet, die auch wirklich spenden wollen.

Aber auch als Privatperson ohne Drang zum Spenden ist man im Grunde dazu gezwungen, gewisse Kosten für den Naturschutz aufzuwenden.

Müllentsorgung

Für die Müllentsorgung sind in der Regel die üblichen „Nebenkostenposten“ für die Abholung der „Restmülltonne“ zu begleichen. Diese Kosten werden innerhalb der Nebenkostenabrechnung für die jeweilige Wohnung oder in Form von Direktabrechnungen durch die Stadt bei Eigentum erhoben.

Auch wenn die Kosten der Papiertonne, angefangen bei der Bereitstellung der Tonne bis hin zur vierwöchigen Leerung, in den allgemeinen Müllkosten enthalten sind und man hierfür keine gesonderten Kosten begleichen muss, und auch die Kosten für die Abholung der „Gelben Säcke“ keine Extrakosten hervorruft, da man die Entsorgung bereits beim Kauf etwaiger Verpackungen mit bezahlt, so muss man für gewisse umweltschützende Müllentsorgungen dennoch Gelder aufbringen. Sperrmüll beispielsweise muss bezahlt werden, erst recht dann, wenn man den Sperrmüll oder sonstigen Müll selbst zur Müllkippe bringt. Auch Ast- und Grasschnitt darf nicht einfach so in den Wald geschmissen, sondern muss zur Kippe gebracht werden. Hierfür fallen ebenfalls geringe Kosten an.

Kauf naturfreundlicher Produkte

Wer umweltfreundliche bzw. naturfreundliche Produkte kauft, angefangen beim Recycling-Papier bis hin zu umweltfreundlichen Autos, bezahlt immer mehr Geld, als man für vergleichbare weniger umweltfreundliche bzw. naturfreundliche Produkte bezahlen würde.

Bio-Produkte bzw. Bio-Nahrungsmittel haben ebenfalls einen höheren Preis als diejenigen, die auf altbewährte Art und Weise hergestellt und verkauft werden.

Fazit

Wenn man naturfreundlich leben möchte und auch seinen Lebensstandard materieller Art daran messen will, dann muss man ein wenig tiefer in die Geldbörse greifen.

Allerdings muss man ebenso berücksichtigen, dass sich diese paar Cent (bei Bio-Produkten) oder paar Euro (bei anderen Gegenständen) aber auch lohnen, da man der Natur auf diese Art und Weise eine Freude macht – und nicht nur der Natur, sondern auch den darin lebenden Lebewesen, mithin auch sich selbst!